5 Tipps für eine effektive Mundhygiene

Viele Zahnpatienten fragen sich, warum sie trotz regelmäßigen Zähneputzens von Erkrankungen geplagt werden. Der Grund könnte in der Vernachlässigung dieser fünf Empfehlungen liegen.

Wie gesund Zähne und Zahnhalteapparat sind, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Wesentlich sind vor allem die genetische Prägung, die Ernährungsweise – inklusive Rauchstatus – und die Mundhygiene. Auch professionelle Zahnreinigungen und regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei der Zahnärztin haben einen Effekt.

„Mit Ausnahme der genetischen Prädisposition können Patienten an allen Stellschrauben für eine gute Dentalgesundheit selbst drehen“, betont die in Hanau praktizierende Zahnärztin Kristin Varga. „Insbesondere eine zahnschonende Ernährung, mit wenig Säure und Zucker, der Verzicht aufs Rauchen und die stetige zahnärztliche Kontrolle sorgen für gesunde Zähne. Von zentraler Bedeutung ist aber natürlich auch eine gründliche, sachgerechte Mundhygiene – bei der man selbst mit höchster Disziplin einiges falsch machen kann.“

Oftmals werden Zahnpflege-Routinen jahre- und jahrzehntelang unhinterfragt angewandt. Wenn es dennoch zu Erkrankungen kommt (aber auch schon präventiv), können die folgenden fünf Empfehlungen für eine Optimierung der Mundhygiene sorgen:

1. Putzen Sie nicht nach starrem Zeitschema.
Nicht nur, wie oft, sondern auch, wann man sich die Zähne putzt, ist für die Nachhaltigkeit der Reinigung maßgeblich. Putzen Sie dann, wenn es sinnvoll ist. Das trifft bei den meisten Menschen zwar auf den Morgen und den Abend zu. Doch sich nach dem Aufstehen die Zähne zu putzen und eine halbe Stunde später ein Marmeladenbrot zu essen, macht die Zahnreinigung ineffektiv. Geputzt werden sollte nach dem Verzehr zahnschädlicher Nahrung, und zwar mit einer halben Stunde Verzögerung zum Spülen mit Wasser.

2. Beherzigen Sie die Zahnzwischenräume.
Von den fünf Seiten eines Zahns (einschließlich Oberfläche) lassen sich mit einer Zahnbürste nur drei hinreichend reinigen. Die Zahnzwischenräume benötigen eigene Zuwendung, idealerweise zunächst mit einer Interdentalbürste für den groben Schmutz, dann mit Zahnseide und schließlich mit einer Munddusche zur Spülung.

3. Üben Sie nur sanften Druck auf die Zahnbürste aus.
Als Faustregel fürs Zähneputzen gilt: Der Druck, der sich mit einer nur zwischen Daumen und Zeigefinger gehaltenen Zahnbürste auf die Zähne bringen lässt, reicht aus. Viele, wenn nicht die meisten Patienten drücken die Bürste zu fest an und schädigen damit Zahnfleisch und Zahnschmelz.

4. Erneuern Sie Ihre Mundhygieneartikel regelmäßig.

Nicht nur der Reinigungseffekt lässt nach, wenn die Borsten einer Bürste an Spannkraft verlieren. Es steigt auch das Risiko von Verletzungen, insbesondere bei Interdentalbürsten. Diese Mundhygieneartikel sollten deshalb eher früher als später ausgetauscht werden.

5. Reinigen Sie auch Ihre Zunge.
Als Hort von Bakterien kommen nicht nur Zähne und Zahnfleisch, sondern auch die Zunge mit ihren Vertiefungen infrage. Für ihre Reinigung gibt es spezielle Bürsten, doch auch die Zahnbürste eignet sich dazu. Überdies wird bei einer Munddusche auch die Zunge gereinigt, wenngleich nicht so tief wie mit einer Bürste.