Ästhetisch und belastbar - Kunststofffüllungen

Gerade bei kleineren, kariösen Defekten im Frontzahn- und Seitenzahnbereich sind Kunststofffüllungen das Mittel der Wahl. Denn sie sind ästhetisch, körperverträglich und belastbar.

Die bei Kunststofffüllungen eingesetzten Kunststoffe sind Komposite, d.h. sie bestehen aus mehreren Bestandteilen. Die Komposite werden im weichen Zustand in die Kavität, also das Loch im Zahn eingesetzt. Nach der Einbringung mittels einer Mehrschichttechnik findet die Aushärtung (Polymerisation) statt. Bei lichthärtenden Kompositen wird die Aushärtung durch Beleuchten mit dem blauen Licht einer Polymerisationslampe gestartet. Das Licht aktiviert den chemischen Prozess im Komposit, an dessen Ende die ausgehärtete Kunststofffüllung steht. Durch die sogenannte „Schmelz-Dentin-Adhäsiv-Technik“ findet eine Verschmelzung des Kunststoffs mit dem Zahn statt. Nach gewissen Vorbereitungen wird ein Haftvermittler (Adhäsiv) als Bindemittel zwischen der aufgerauten Zahnsubstanz und dem Komposit aufgetragen. Diese Technik bewirkt, dass die Kunststofffüllung nicht mehr schrumpft und der Randschluss verbessert wird. Zudem ist der behandelte Zahn im Anschluss bakteriendicht, d.h. Bakterien können nicht zwischen Füllung und natürlichem Zahnschmelz gelangen und somit dort keine Schäden anrichten.

Neben diesen genannten medizinischen Vorteilen punkten Kunststofffüllungen hinsichtlich ihrer Ästhetik. Die Kunststofffüllungen können bezüglich Helligkeit, Farbton und Lichtdurchlässigkeit individuell an die Zahnfarbe des Patienten angepasst werden. Kunststoffgefüllte Zähne sind daher nicht mehr von natürlichen Zähnen zu unterscheiden. Gerade dies macht Kunststofffüllungen beispielsweise im Vergleich zu Amalgam als Füllungsmaterial unschlagbar. Zudem ist die Körperverträglichkeit hoch. Es kann also nicht wie beim quecksilberhaltigen Amalgam zu unerwünschten Nebenreaktionen mit anderen Metallen im Mund (z. B. Gold) kommen. „Die hohe Bioverträglichkeit und die ästhetischen Gesichtspunkte sind die Hauptgründe dafür, dass in unserer Praxis kein Amalgam mehr eingesetzt wird“, erläutert Kristina Varga, Zahnärztin und Expertin für ästhetische Zahnheilkunde in Hanau. Kunststofffüllungen halten hohen Belastungen statt und eignen sich daher auch für den Seitenzahnbereich, in dem beim Kauen und Zerkleinern von Nahrung größere Kräfte als im Frontzahnbereich wirken. Die Kompositfüllungen sind auch für die Patienten angenehm. Denn sie sind sofort nach dem Einsetzen durch Kaudruck belastbar. Ihre Endhärte erhalten die Kunststofffüllungen allerdings erst nach 24 Stunden.