Bleaching, Testeneers oder Veneers – welche Methode den gewünschten Weiß-Effekt bringt

Bei Hollywood-Stars ist es längst Routine, aber auch immer Fußballprofis greifen zu dieser Methode wie die aktuelle Fußball-WM in Brasilien zeigt: Bleaching und andere Möglichkeiten der Zahnaufhellung.

Das Bleaching ist die gängigste aller Aufhellungsmethoden. Zahnaufhellung mittels Bleaching ist ein chemischer Prozess. Dabei wird nach einer professionellen Zahnreinigung der Zähne der Wirkstoff Wasserstoffperoxid auf die Zähne aufgetragen. Bezüglich der Wasserstoffperoxid-Konzentration sollte selbige anfänglich nicht zu hoch angesetzt werden. Ratsamer ist es, erst mit einer eher niedrigen Konzentration zu starten und dann den Aufhellungseffekt zu überprüfen. Gegebenenfalls kann der Vorgang wiederholt werden bis der gewünschte Bleicheffekt eingetreten ist. Eine anfänglich zu hohe Konzentration kann bewirken, dass das Ergebnis nicht mehr natürlich genug, sondern zu künstlich wirkt. Beim Bleaching wird zwischen sogenanntem In-Office-Bleaching (in der Zahnarztpraxis) und Home-Bleaching (zu Hause) unterschieden. Beim Home-Bleaching fertigt der Zahnarzt eine spezielle Kunststoffschiene an. Diese ist dann vom Patienten regelmäßig zu tragen. In diese Kunststoffschiene muss das Aufhellungsgel eingefüllt werden. Prinzipiell ist ein Bleaching in der Zahnarztpraxis aufgrund der Möglichkeit der zahnärztlichen Überwachung einem Bleaching zu Hause vorzuziehen. „In-Office-Bleaching ist die sicherste und effektivste Art Zahnverfärbungen zu beseitigen und Zähne weiß zu bekommen“, sagt Kristina Dzeko Varga, Zahnärztin und Expertin für Ästhetische Zahnheilkunde in Hanau.

Beim In-Office-Bleaching ist die Konzentration des verwendeten Wasserstoffperoxids deutlich höher als beim Home-Bleaching und damit auch der Aufhellungseffekt. Aufgrund dieser hohen Konzentration wird vor dem eigentlichen Bleaching das Zahnfleisch mit einer gummiartigen Schutzmaske abgedeckt. Dieser sogenannte „Kofferdam“ schützt das Zahnfleisch. Zudem bekommen die Bleaching-Patienten einen Wangenhalter, dieser verhindert, dass sich Zähne und Lippen während des Bleachings berühren und eine Vermengung von Speichel und Bleichmittel stattfindet. Anschließend erfolgt das Auftragen des Bleichmittels auf die Zähne. Danach findet die Bestrahlung mit speziellen Lampen statt. Die davon ausgehende Wärme beschleunigt den chemischen Prozess, der die Farbpigmente im Zahnschmelz in farblose Substanzen umwandelt. Nach der Entfernung des Bleichmittels kann der Aufhellungseffekt direkt überprüft werden. Der Effekt hängt natürlich auch vom Zustand der Zähne und dem Grad der Verfärbungen ab. Eine umfassende zahnärztliche Beratung geht daher jedem Bleaching voraus.

Weltweiter Siegeszug in der zahnästhetischen Medizin

Neben Bleaching gibt es weitere Methoden für ein strahlenderes Weiß der Zähne. Beim Bleaching wird die komplette Zahnreihe oder zumindest der Frontzahnbereich aufgehellt. Sind jedoch nur einzelne Zähne von Verfärbungen betroffen, sind sogenannte Veneers eine hervorragende Möglichkeit Korrekturen vorzunehmen. „Veneers sind hauchdünne, keramische Verblendschalen, welche adhäsiv, also mit einem Spezialkleber, auf die entsprechenden Zähnen angebracht werden“, erläutert Zahnärztin Kristina Varga. Veneers überzeugen durch ihre Haltbarkeit und Härte. Da Keramik lichtdurchlässig ist, unterscheidet es sich kaum vom natürlichen Zahnschmelz. Keramik zeichnet sich zudem durch eine hohe Biokompatibilität aus, d.h. Keramik ist gut verträglich und sorgt für keinerlei Reaktion mit anderen möglichen Stoffen im Mund wie beispielsweise Zahnersatz aus Gold, Titan oder Nichtedelmetallen (NEM). Das Verfahren der Veneers wurde bereits 1982 erfunden. Seitdem hat sich viel getan. Denn in früheren Jahren musste noch wertvolle Zahnsubstanz zerstört werden, weil der Zahnschmelz angeschliffen wurde. Durch die heutige Adhäsivtechnik entfällt dieser Schritt. Die Belastbarkeit ist dadurch dennoch nicht beeinträchtigt.

Herausnehmbare Verblendschalen: Testeneers

Wer spontan Verfärbungen und Fehlstellungen korrigieren möchte, ist mit Testeneers gut aufgehoben. Testeneers sind hauchdünne Kunststoffschalen, welche allerdings im Gegensatz zu Veneers selbständig vom Benutzer aufgetragen und wieder abgelöst werden. Testeneers werden individuell angepasst, die Aufnahme von Speisen damit ist allerdings nicht möglich. Beim Einsetzen bestreicht man die Zähne mit einem geschmacksneutralen Klebstoff und setzt dann die Testeneers darauf. Das Herausnehmen geschieht mittels Abziehen.