Man/frau putzt elektrisch

Immer mehr Menschen greifen zu elektrischen Zahnbürsten. Das geht aus aktuellen Zahlen des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor. Das ist prinzipiell ein guter Trend. Worauf dennoch zu achten ist.

Im Bereich der Mundhygiene sind es die Artikel der elektrischen Zahnbürsten, die für ein zweistelliges Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr sorgten. Zudem ist ein Trend hin zum App-gesteuertem Zähneputzen zu erkennen. Dabei ist die App auf dem Smartphone mit der entsprechenden Zahnbürste gekoppelt. Dem Patienten sollen dann beim Zähneputzen Informationen wie Andruck-Kontrolle, Positionserkennung und Timer gegeben werden.

Rotieren oder Vibrieren

Die verbreitetste Form der elektrischen Zahnbürste ist die mit dem runden Bürstenkopf. Dieser Kopf dreht sich schnell nach rechts und links. Die Reinigungsfunktion solcher Zahnbürsten ist gut, aber diese Zahnbürsten müssen mit einem gewissen Druck an die Zähne geführt werden. Ultraschall- und Schallzahnbürsten (mit länglichen Bürstenkopf) haben eine andere Funktionsweise. Denn diese rotieren nicht, sondern vibrieren und erzeugen dadurch Luftschwingungen. Dadurch werden die Zwischenräume besser erreicht und es muss kein Druck auf die Bürste ausgeübt werden. Bei Ultraschallzahnbürsten ist die Frequenz, also die Schwingungen pro Minute, sogar noch höher als bei Schallzahnbürsten.

Prinzipiell gilt, dass elektrische, Schall- oder Ultraschallzahnbürsten ein besseres Reinigungsergebnis als die klassischen Handzahnbürsten haben. Positiv ist zudem, dass bei der Schallzahnbürste im Vergleich zur elektrischen Zahnbürste mit dem runden Bürstenkopf die Zahnfleischbelastung geringer ist. Bei der Ultraschallzahnbürste ist der Effekt der Reinigung ebenfalls sehr gut, allerdings die Handhabung etwas gewöhnungsbedürftig. Denn mit der Zahnbürste wird nicht wie üblich geputzt, sondern sie wird an die zu reinigenden Zähne für einen kurzen Zeitraum angelegt. Anschließend ist die Bürste vom Anwender zu den nächsten Zähnen zu führen.

„Jedes Gebiss ist individuell. Deshalb gibt es auch für die Zahnpflege und die zu verwendenden Zahnbürsten sowie weiteren Hilfsmittel keine universellen Empfehlungen. Patienten sollten sich daher von ihrem Zahnarzt individuell beraten lassen“, sagt Zahnärztin Kristina Varga aus Hanau.