Metall oder Keramik – welches Material kommt für die Krone in Frage?

In der modernen Zahnmedizin gibt es sehr unterschiedliche Materialien für Kronen. Was Patienten beachten sollten.

Zahnsubstanz, welche durch Karies stark angegriffen ist, sollte überkront, also mit einer künstlichen Zahnkrone versehen werden. Denn in solchen Fällen würde eine Füllung nicht mehr ausreichenden Halt haben. Aber auch weitere Indikatoren können für eine Überkronung sprechen. Die künstliche Krone ist wie eine Art Hut, welcher über die noch vorhandene Zahnsubstanz gestülpt wird. Eine Überkronung kann allerdings nur stattfinden, wenn der Zahnhalteapparat und die Zahnwurzel in Ordnung sind. Etwaige Entzündungen an der Zahnwurzel müssen also im Vorfeld behandelt werden.

Eine preisgünstige Möglichkeit der Überkronung bildet die metallene Vollgusskrone. Sie hat eine gute Stabilität und hohe Haltbarkeit. Vorteilhaft ist zudem ihre Beschaffenheit. Denn ihre Wände sind dünn. Daher benötigt sie in der Zahnreihe nur wenig Platz, was wiederum bedeutet, dass von der noch vorhandenen natürlichen Zahnsubstanz, auf welche die Krone gesetzt wird, nur wenig entfernt werden muss. In ästhetischer Hinsicht punktet die Metallkrone jedoch nicht. Daher ist besonders im sichtbaren Zahnbereich eine Verblendung ratsam. Eine Verblendung beinhaltet die Bedeckung der Krone mit zahnfarbenen Material wie Kunststoff oder Keramik. Trotz Verblendungen sind die Metallränder der Krone oft noch sichtbar. „Zudem leitet Metall Kälte und Wärme (auch nach der Verblendung noch), was für Menschen mit empfindlichen Zähnen ungünstig sein kann“, erklärt Kristina Varga, Zahnärztin in Hanau.

Ästhetisch anspruchsvoller und ohne Wärme- oder Kälteleitung sind Keramikkronen. Auch diese können Patienten mit oder ohne Verblendung erhalten. Natürlicher wirken verblendete Vollkeramikkronen. Denn die Verblendkeramik wird individuell an die Zahnfarbe des Patienten angepasst.