Nicht nur die Zähne – gesamte Mundgesundheit im Blick

Der Zahnarzt erkennt nicht nur Zahnerkrankungen, sondern hat die gesamte Mundgesundheit im Fokus. Dazu zählen auch Krebserkrankungen der Mundhöhle.

Krebserkrankungen der Mundhöhle verzeichnen weltweit Steigerungsraten. In Deutschland liegt die Zahl der Erkrankungen von Kopf-Hals-Tumoren bei etwa 17.500 jährlich. Bei diesen Erkrankungen gibt es Geschlechterunterschiede. So erkranken Männer häufiger als Frauen. Die häufigsten Risikofaktoren für Mundhöhlenkrebs sind Rauchen und der Genuss von hochprozentigem Alkohol. Wie immer gilt auch bei Mundhöhlenkrebs, dass sich die Heilungschancen erhöhen, je früher der Krebs erkannt wird und behandelt werden kann.

Anzeichen für Mundhöhlenkrebs können Veränderungen der Mundschleimhaut sein. Zum Beispiel dann, wenn sich hier weiße und rote Flecken zeigen und die Haut nicht glatt und rosa ist. Auch eine raue, verdickte oder verhärtete Mundschleimhaut deuten auf eine Erkrankung hin. Gesunde Schleimhaut im Mund ist glatt, weich und hat eine blasse rosa Farbe. „Manche Veränderungen der Mundschleimhaut schmerzen nicht, können dennoch gefährlich sein und sollten untersucht werden“, sagt Kristina Varga, Zahnärztin aus Hanau.

Bei Verdacht auf Mundhöhlenkrebs untersucht der Zahnarzt die Mundhöhle mit hellem Licht und einem Mundspiegel. Im Fokus stehen dabei neben Zähne und Zahnfleisch auch die Zunge sowie die Schleimhaut der Wangen- und Rachenschleimhaut. Innerhalb der Behandlung kann es auch zum Abtasten des Halses zur Überprüfung der Lymphknoten kommen. Die Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt, welche bei Erwachsenen zweimal jährlich stattfinden sollten, sind also nicht nur für die Zahn- und Zahnfleischgesundheit wichtig, sondern ist auch Krebsvorsorge. Bei einem erhärteten Verdacht auf eine Krebsvorstufe kommen dann neben dem Zahnarzt noch andere Spezialisten ins Spiel. Diese können eine entnommene Gewebeprobe analysieren und den Startschuss für den Beginn einer Therapie geben.