Nicht nur kompetent, sondern auch einfühlsam

Der ideale Zahnarzt ist nicht nur fachlich kompetent, sondern einfühlsam – so das Ergebnis einer Umfrage des Arztbewertungsportals jameda.

Für Patienten spielen hinsichtlich der Beurteilung ihres Zahnarztes nicht nur harte Fakten sondern auch weiche Faktoren wie Einfühlungsvermögen und Empathie eine große Rolle. Das Arztbewertungsportal im Internet jameda hat dazu 990 Nutzer befragt. Das wichtigste Kriterium (82 Prozent) ist die gründliche Aufklärung und Behandlung. Auf Rang zwei kommt mit 79 Prozent aber schon das Einfühlungsvermögen des Zahnarztes. Freundlichkeit des Arztes und seiner Mitarbeiter erhält 74 Prozent der Nennungen. Kurze Wartezeiten spielen für 65 Prozent eine Rolle und neue Behandlungsmethoden samt moderner Praxisausstattung schlagen mit 53 Prozent zu Buche.

Für Zahnärztin Kristina Varga aus Hanau sind die Umfrage-Ergebnisse nicht überraschend. „Was nutzt den Patienten schon die höchste Kompetenz des behandelnden Zahnarztes, wenn es dem Arzt im Aufklärungsgespräch jedoch nicht gelingt, Ängste und Sorgen wahrzunehmen und zu beseitigen“, so die Zahnärztin. Beides ist wichtig für den Zahnarztbesuch als „positives Erlebnis“. Zahnarztangst ist hierzulande ein ernstzunehmendes Problem. Acht von zehn Patienten empfinden zumindest ein Unbehagen, wenn sie zu Zahnarzt müssen. Bei zwei bis drei davon ist die Angst vorm Zahnarzt sogar so stark ausgeprägt, dass Zahnarzttermine vermieden oder nicht wahrgenommen werden, selbst wenn Schmerzen auftreten. Insgesamt attestieren Studien 15 Prozent der deutschen Bevölkerung eine sogenannte Zahnarztangst (Zahnarztphobie). Die Angst vorm Zahnarzt geht oftmals auf negative Kindheitserinnerungen oder schmerzhafte Zahnarztbesuche in der Vergangenheit zurück. Menschen mit Zahnarztangst begeben sich jedoch dabei oftmals in einen Teufelskreis. Denn je länger notwendige Vorsorgetermine hinaus gezögert werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Zahnerkrankungen auftreten. Die Behandlungen werden daher immer aufwändiger und für Betroffene zumindest in der Wahrnehmung unangenehmer. Am besten ist es deshalb, wenn Zahnbehandlungen gar nicht erst notwendig werden. Dafür sind aber neben einer zahngesunden Ernährung und optimaler Mundpflege die regelmäßigen Zahnarztbesuche unabdingbar. Aber selbst notwendige Zahnbehandlungen sind kein Grund für Angstschweiß. „Die moderne Zahnmedizin bietet unzählige, sanfte Behandlungsmethoden, so dass schmerzhafte Erinnerungen der Vergangenheit angehören“, erläutert Zahnärztin Kristina Varga.