Was Sie über Mundspülungen wissen sollten

Es gibt verschiedene Arten von Mundspülungen, manche helfen bei der Kariesvorbeugung. Gute Qualität muss dabei keineswegs teuer sein.

Eines vorweg: Eine Mundspülung ersetzt in keinem Fall das Zähneputzen, auch wenn sich hartnäckig der Irrglaube hält, es handle sich um eine Art „Zähneputzen light“. Im Rahmen einer sorgfältigen heimischen Mundhygiene hat eine Mundspülung lediglich unterstützende Funktion. Wenn überhaupt – denn viele Mundspülungen bzw. Mundwässer sind medizinisch wirkungslos. Sie erfüllen allein den Zweck, mit Menthol- oder Pfefferminz-Essenzen für einen frischeren Atem zu sorgen. Und das meist nur für kurze Zeit, da die eigentlichen Gründe für schlechten Atem – hauptsächlich bakteriell zersetzte Nahrungsreste – gar nicht angegangen werden. Diese atemerfrischenden Mundspülungen haben also keinen vorbeugenden Effekt.

Wer einen solchen wünscht, sollte zu kariesverhütenden Mundwässern greifen. Ihre Wirkung erzielen sie in der Regel mit zugesetzten Fluoriden. Zu bedenken ist dabei aber, dass Fluorid nur bis zu einer gewissen Dosis von den Zähnen aufgenommen werden kann. Wer bereits fluoridierte Zahncreme und vielleicht auch Speisesalz mit Fluorid-Zusatz verwendet, erreicht diese Dosis gewöhnlich schon. Mehr Fluorid hilft dann nicht mehr und sollte mit Vorsicht genossen werden – auch wenn erst bei sehr hohem Konsum von Gesundheitsgefahren auszugehen ist.

Daneben gibt es noch die Gruppe der verschreibungspflichtigen medizinischen Mundspülungen. Diese werden nur kurzzeitig eingesetzt, beispielsweise im Rahmen einer OP-Nachsorge oder Parodontitis-Therapie. Hauptwirkstoff ist meist das keimtötende Chlorhexidin.

Für wen empfehlen sich Mundspülungen?

Kariesverhütende Mundspülungen können prinzipiell von jedem und jeder als sinnvolle Prophylaxemaßnahme eingesetzt werden. „Insbesondere empfehlen sie sich für Patienten, die bereits Karies hatten und/oder denen eine gründliche Zahnhygiene schwerfällt – das kann etwa im hohen Alter oder bei einem Handicap der Fall sein. Auch eine festsitzende ‚Zahnspange‘ erschwert häufig das Putzen und legt die Nutzung einer Mundspülung nahe. Patienten mit freiliegenden Zahnhälsen oder mit einer austherapierten Parodontitis sind ebenfalls gut beraten, wenn sie ihre heimische Mundhygiene damit anreichern“, erläutert die Hanauer Zahnärztin Kristina Varga.

Wie die Stiftung Warentest kürzlich ermittelt hat, müssen gute Mundspülungen gar nicht teuer sein. Im Dezember 2017 wurden drei Produkte zu Testsiegern gekürt, die jeweils nur 75 Cent kosteten.