Weiße Zähne: Gesundheit und Kompetenz

Ein strahlendes Lächeln steht für eine Reihe positiver Eigenschaften. Weiße Zähne sind Statussymbole. Wer von Natur aus dieses Glück nicht hat, kann dennoch mittels Bleaching sein Erscheinungsbild verbessern.

Die enorme Wirkung von schönen Zähnen zeigt dieses Beispiel: Der Zahnmedizin-Psychologe Tim Newton vom Londoner King´s College legte Testpersonen drei verschiedene Versionen von Porträtfotos vor. Dabei wurden die Zähne der gezeigten Personen entweder per Bildbearbeitung gebleicht, in der zweiten Variante mit Fäulnis versehen und im dritten Fall so belassen wie sie natürlich sind. Die Betrachter der Fotos sollten anschließend die Menschen hinsichtlich sozialer Kompetenz, Intelligenz und psychischer Stabilität einschätzen. Der Zahnmedizin-Psychologe vermutete im Vorfeld, dass die Personen mit den naturbelassenen Zähnen am besten abschneiden werden. Die besten Bewertungen bekamen jedoch die per Bildbearbeitung geweißten Varianten.

Dieses kleine Beispiel illustriert wie wichtig die Zähne für die gesamte Ausstrahlung sind. Doch nicht jeder ist von Natur aus mit weißen Zähnen gesegnet. Aber hier kann Bleaching Abhilfe schaffen. Bleaching ist ein Bleichprozess der Zähne bei dem die Substanz Wasserstoffperoxid zum Einsatz kommt. Die Höhe der Konzentration ist entscheidend für den Effekt. Hoch konzentriertes Bleichmittel darf nur in der Zahnarztpraxis eingesetzt werden, weshalb das sogenannte In-Office-Bleaching auch den besten Effekt bringt. In nur wenigen Behandlungsstunden kann hier ein gutes Ergebnis erzielt werden.

Kein Bleichen über den natürlichen Farbton hinaus ratsam
„Nicht für jede Patientin oder jeden Patienten ist Bleaching gleichermaßen geeignet“, erklärt Kristina Dzeko Varga, Expertin für Ästhetische Zahnheilkunde, die ihre Zahnarztpraxis im hessischen Hanau hat. Denn Zahnersatz in Form von sichtbaren Füllungen und Kronen wird nicht weißer, sondern unter Umständen sogar fleckiger. Auch Menschen, die einen eher gräulichen Farbton der Zähne haben, sollten sich gut beraten lassen. Denn dieser Farbton kann daher rühren, dass der Zahnschmelz besonders transparent ist und das Dunkle der Mundhöhle durchscheint. Ein Bleichen würde den Zahnschmelz noch durchsichtiger machen. Auch bei freiliegenden Zahnhälsen ist Vorsicht geboten. Denn das Bleaching findet nur am Zahnschmelz statt. In der Folge könnte der Kontrast zwischen gebleichten Zahnschmelz und ungebleichten, natürlichen gelblichen Dentin (Zahnbein), welches aus dem Zahnfleisch hervortritt, noch größer sein.

Im Sinne einer natürlichen Schönheit sollte durchs Bleaching nur der natürliche Farbton der Zähne wieder zum Vorschein kommen. Ein Bleichen über den natürlichen Farbton hinaus wirkt dann unnatürlich.