Weißmacher-Zahncremes und ihre Tücken

Strahlend weiß sollen die Zähne bestenfalls sein. Viele Patienten nutzen deshalb auch so genannte „Weißmacher“-Zahncremes. Doch hier ist Vorsicht geboten.

Wie der Körper so altern auch die Zähne. Im Laufe des Lebens verändern sie sich in ihrer Struktur und verdunkeln sich. So beeinflussen äußere Verfärbungen wie beispielsweise der Tabakkonsum, Kaffee, Tee oder Rotwein die natürliche Zahnfarbe. Es kann aber auch zu inneren Verfärbungen kommen beispielsweise durch die Einnahme bestimmter Medikamente oder wenn bei einem abgestorbenen Zahn Blutbestandteile ins Innere des Zahns gelangen.

Weißmacher-Zahncremes versprechen hier Abhilfe und eine hellere Zahnfarbe bei regelmäßiger Anwendung. Allerdings können diese Zahnpasten den Zahn nicht heller machen als die natürliche Zahnfarbe einst war. Unter Umständen kann der zu häufige Gebrauch solcher Zahncremes sogar nachteilig für die Zahnsubstanz sein. Denn die Zahnpasten enthalten bestimmte Putzkörper, welche eine Schleifwirkung erzielen. Der sogenannte Abrasionswert wird in RDA angegeben. Je höher der Wert, desto größer die Abrasion. Ein RDA-Wert über 80 ist nicht zu empfehlen, weil durch die hohe Schleifwirkung Zahnsubstanz regelrecht „abgerieben“ werden kann. Und gerade Patienten mit empfindlichen Zahnhälsen sollten bei der Verwendung solcher Zahncremes Vorsicht walten lassen. Hier sollte der RDA-Wert von 30 bis 40 nicht überschritten werden.

„Eine sanfte und nachhaltigere Aufhellung der Zähne ist durch ein professionelles Bleaching in der Zahnarztpraxis möglich“, erklärt Zahnärztin Kristina Varga aus Hanau die bessere Alternative zu helleren Zähnen. Beim Bleaching wird ein Bleichmittel auf die Zähne aufgetragen. Dabei kommt Wasserstoffperoxid zum Einsatz. Hoch konzentriertes Bleichmittel darf nur in der Zahnarztpraxis eingesetzt werden, weshalb das sogenannte In-Office-Bleaching auch die größte Wirkung erzielt.