Zahnvorsorge „scheckheftgepflegt“

Was beim Auto für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit ist, wird bei den eigenen Zähnen manchmal vernachlässigt. Der jährliche Stempel im Bonusheft sollte nicht fehlen. Ein guter Zeitpunkt dafür ist ein Zahnarztbesuch vor dem eigenen Urlaub.

So wie gut gepflegte Autos einer termingerechten Inspektion unterzogen werden müssen, gilt dies natürlich auch für die eigenen Zähne. Gesetzlich versicherte Erwachsene sollten daher mindestens einmal im Jahr den Zahnarzt zur Vorsorge aufsuchen und ihren Besuch im Bonusheft dokumentieren lassen. Nur so können Erkrankungen im Mund rechtzeitig erkannt und behandelt werden und es spart bares Geld. Denn nur bei lückenloser Dokumentation im Bonusheft zahlen Krankenkassen höhere Zuschüsse für Zahnersatz.

Das Bonusheft wurde vor 27 Jahren in Deutschland eingeführt. Den zusätzlichen Bonus auf den Festzuschuss für Zahnersatz erhalten Versicherte nur, wenn sie mittels Bonusheft nachweisen können, dass in vergangenen fünf Jahren mindestens einmal jährlich beim Zahnarzt waren. Der Zuschuss steigt sogar auf bis 30 Prozent, wenn ein lückenloser Nachweis über zehn Jahre gelingt. Fehlt jedoch ein Jahr, beginnt die 5- bzw. 10-Jahres-Frist von neuem.

Frauen achten mehr aufs Bonusheft
Es gibt jedoch Geschlechterunterschiede hinsichtlich der Führung des zahnärztlichen Bonusheftes. So haben 75 Prozent der Frauen ihre Zahnarztbesuche dokumentiert, bei Männern sind es nur etwas mehr als 50 Prozent. Das reiht sich ein in die statistischen Erkenntnisse, dass Frauen generell mehr auf ihre Zahngesundheit achten als Männer.

Als fester Termin für die „Zahninspektion“ bietet sich ein Datum vor dem eigenen Urlaub an. Allerdings sollte der Termin soweit im Voraus liegen, dass eine eventuell notwendige Behandlung noch durchgeführt werden kann. „Eine solche Terminvereinbarung hat zudem den Vorteil, dass Patienten im Urlaub nicht mit plötzlich aufkommenden Zahnschmerzen geplagt werden“, erklärt Zahnärztin Kristina Varga aus Hanau. Denn Zahnschmerzen im Urlaub sind nun wirklich nötig wie der „berühmte“ Kropf.